Staatsorchester Rheinische-Philharmonie Koblenz

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Pressespiegel

30.03.2017 // „Cinderella wird in Koblenz zum Kriminal-Varieté“

Ballett nach Art der jetzigen „Cinderella“-Produktion von Tanzchef Steffen Fuchs am Theater Koblenz bekommt man nur noch selten zu sehen: Tanznummern in fast klassischem Stil, eingebettet in eine Handlung, die überwiegend mit Gesten und Gesichtsausdrücken, mit stummer Schauspielerei und szenischem Posing theatralisch erzählt wird.

Das wirkt wie aus der heutigen Tanzzeit gefallen – obwohl Fuchs den guten alten Aschenputtel-Stoff aus der Märchenwelt herausholt und inhaltlich wie im äußerlichen Erscheinungsbild ins 20. Jahrhundert versetzt.

Um es gleich zu sagen: Das eigentlich Dramatische an diesem 90-minütigen Abend geschieht im Orchestergraben. Unter der Leitung des Gastdirigenten Marijn Simons musiziert die Rheinische Philharmonie eine verknappte Fassung von Sergej Prokofjews berühmter Ballettmusik mit Feuer und mit dem Mut, sich entschlossen in barmenden Herzschmerz zu stürzen oder schrille Höhen eiskalter Herzlosigkeit zu erklimmen. Scharf akzentuiert die Rhythmen, bravourös die schnellen und teils extremen Stimmungsschwankungen. (…)

Quelle: Rhein-Zeitung am 27.03.2017, Autor: Andreas Pecht

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