Staatsorchester Rheinische-Philharmonie Koblenz

Klassik, die bewegt!

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Das Orchester

Chefdirigent Daniel Raiskin

Als Sohn eines renommierten Musikwissenschaftlers wuchs Daniel Raiskin in einem humanistisch geprägten Elternhaus auf: Der regelmäßige Umgang mit Musik spielte von klein auf eine wichtige Rolle für ihn. Schon als Kind besuchte Raiskin mehrmals in der Woche die St. Petersburger Philharmonie und Oper, um möglichst viele Eindrücke aufzusaugen. Dass er mit sechs Jahren zur Musikschule ging und später ein Studium an der Hochschule seiner Heimatstadt aufnahm, war die logische Folge. Raiskin widmete sich zunächst der Geige und Bratsche und begann zugleich die Ausbildung zum Dirigenten – die Begegnung mit dem bedeutenden Pädagogen Lev Savich hatte ihn mit der Idee infiziert, einen Klang mit den Händen, dem Körper und der ganzen Persönlichkeit formen zu können. Zu seinen weiteren Lehrern, die ihm wichtige Impulse gaben, gehörten unter anderem Mariss Jansons, Neeme Järvi, Milan Horvat, Woldemar Nelson und Jorma Panula.

Der Wunsch, neue Horizonte zu erschließen, führte dazu, dass Daniel Raiskin mit 20 die Sowjetunion verließ und gen Westen aufbrach, wo er in Amsterdam und Freiburg sein Studium fortsetze und bald ein gefragter Solist wurde: Er gehörte zu den führenden Bratschisten in Europa, mit vielen Engagements als Solist und Kammermusikpartner. Obwohl bereits ein ausgebildeter Dirigent, wartete Raiskin auf den richtigen Zeitpunkt, um diese zweite Karriere als Orchesterleiter zu starten. Allmählich wechselte der Schwerpunkt vom Instrument zum Taktstock.
Zu seinen wichtigsten künstlerischen Anliegen gehört es, eine möglichst große Transparenz zu erzeugen: Daniel Raiskin möchte die Struktur der Musik freilegen, um ihren ganzen Reichtum zu offenbaren; anstelle den Hörern ein wohliges Klangbad zu bereiten, lenkt er die Aufmerksamkeit auf die Details der Partitur und rückt auch die Nebengedanken in den Blickpunkt. Die Beziehungen zwischen den verschiedenen Klang- und Energieschichten sind ihm wichtig; er versucht, die Musiker zu einem gemeinsamen Parlando anzuregen und mit ihnen gemeinsam eine Geschichte zu erzählen. Diese Geschichten haben ganz verschiedene Hintergründe: Raiskin pflegt ein breites Repertoire und bewegt sich in seinen dramaturgisch anspruchsvollen Programmen gerne auch abseits des Mainstreams. Dabei reizt es ihn, sein Orchester und das Publikum an den Entdeckungen teilhaben zu lassen. Mit seiner künstlerischen Handschrift gehört Daniel Raiskin zu den vielseitigsten Dirigenten der jüngeren Generation.

Seit 2005 leitet er das Staatsorchester Rheinische Philharmonie als Chefdirigent; seit 2008 in gleicher Position die Artur-Rubinstein-Philharmonie in Polens zweitgrößter Stadt Lodz. Darüber hinaus gastierte er bei zahlreichen weiteren renommierten Orchestern in Europa und Asien. Dazu zählen das Belgrade Philharmonic Orchestra, die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, das Estnische Nationalorchester, die Hong Kong Sinfonietta, das Lettisches Nationalorchester, das Malmö Symfoniorkester, das Mozarteumorchester Salzburg, das Orquestra Nacional do Porto, das Orchestre National de Lyon, das Orquesta Sinfónica Nacional de México, das Philharmonische Orchester Kopenhagen, das Philharmonische Orchester Prag, das Philharmonische Staatsorchester Mainz, die Prager Symphoniker, das Residentie Orkest Den Haag, das RTE Orchestra Dublin, das Sinfonieorchester des Tschechischen Rundfunks Prag, die Slowakische Philharmonie Bratislava, die Staatskapelle Halle, das Staatsorchester Darmstadt, das Stavanger Symfoniorkester, die Stuttgarter Philharmoniker, das Symfonie Orkest Vlaanderen Brugge, die Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks Warschau und Kattowitz sowie die Zagreber Philharmonie.
Darüber hinaus widmet er sich regelmäßig Produktionen im Opernbereich. 2006/2007 dirigierte er das Orchester der niederländischen Opera Zuid bei Georges Bizets „Carmen“ unter der Regie von Calixto Bieito. Eine weitere „Carmen“-Produktion leitete er in der folgenden Saison am Koblenzer Stadt Theater, wo er aktuell mit Dimitri Schostakowitschs „Nase“ zu erleben ist.

Als Gastdirigent wird er in der kommenden Saison u.a. mit folgenden Orchestern auftreten: dem Belgrade Philharmonic Orchestra, dem Malmö Symfoniorkester, dem National Symphony Orchestra Taiwan, dem Orchestra Sinfonica di Roma, dem Orquestra Sinfónica de la Región de Murcia, dem Shanghai Philharmonic Orchestra und dem Sinfonieorchester des Tschechischen Rundfunks Prag.
Daniel Raiskin arbeitete mit so bedeutenden Solisten zusammen wie Martin Fröst, Natalia Gutmann, Peter Jablonski, Janine Jansen, Kari Kriikku, Lang-Lang, Alexei Lubimov, Mischa Maisky, Vladimir Mendelssohn, Midori, Shlomo Mintz, Daniel Müller-Schott, Steven Osborne, Enrico Pace, Ivo Pogorelic, Julian Rachlin, Benjamin Schmid, Hagai Shaham und Dmitri Sitkovetsky.

Für weitere Informationen lesen Sie mehr auf der Webseite der Agentur von Daniel Raiskin

Fotos: Marco Borggreve

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